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Physiker bauen mikroskopische Laser-UFOs, die lebende Bakterien entführen

2026-08-19 Lesezeit: 4 min
Physiker bauen mikroskopische Laser-UFOs, die lebende Bakterien entführen

Wer bei Entführungsgeschichten durch grüne Ufo-Traktorstrahlen bisher an Science-Fiction dachte, sollte nun Mitleid mit Bakterien haben: Für sie ist dieser Albtraum mikroskopische Realität geworden.

Physiker der Universität Würzburg haben einen Meilenstein in der Nanorobotik vorgestellt: Mikroskopisch winzige, durch Laserlicht gelenkte Roboter, die durch Flüssigkeiten manövrieren, einzelne Bakterien jagen und diese im Schlepptau abtransportieren können.

🛸 50-mal dünner als ein menschliches Haar

Die winzigen Gefährte besitzen weder Motor noch Batterie. Sie bestehen aus strukturierten Polymeren mit winzigen Gold-Nanoantennen, die den Rückstoß und die Energie von Infrarot-Laserstrahlen direkt in mechanische Vortriebskraft umwandeln.

Durch Anpassung von Polarisationswinkel und Lichtfrequenz lassen sich die Nanobots extrem präzise steuern – inklusive abrupter 90-Grad-Haken und rasanter Vorwärtsbewegungen.

Die mikroskopische Bakterien-Abschlepptruppe

Im Experiment ließen die Würzburger Forscher die Nanoroboter auf lebende E. coli-Bakterien los:

🎯 Ablauf der Mikrowelt-Entführung

  • Verfolgung: Der Nanobot nähert sich unter Lasersteuerung dem schwimmenden Bakterium.
  • Hydrodynamischer Traktorstrahl: Durch lokale Flüssigkeitswirbel an den Nanoantennen wird das Bakterium angesaugt und fixiert.
  • Transport: Der Roboter schleppt den zappelnden Mikroorganismus zielsicher zu einer Sammelstelle im Mikrofluidik-Kanal.

Diese Technologie ebnet den Weg für gezielte Wirkstofftransporte im Körper und das gezielte Herausfiltern von multiresistenten Keimen aus Blutproben.

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